Parenterale Ernährung

Eine vollwertige parenterale (venöse) Ernährung besteht aus:

  • Kohlehydrate (Glucose)
  • Aminosäuren
  • Elektrolyte, Mineralien, Spurenelemente
  • Vitamine (fettlösliche und wasserlösliche)
  • Fett (meist Sojaöl oder Olivenöl)
  • (Omega-3-Fettsäuren)

Parenterale Ernährung erfordert in der Regel eine zentralveonsnöse Applikation. Auch die für periphervenöse Applikation zugelassenen Produkte haben eine hohe Osmolarität und können leicht Venenreizungen verursachen.

 CAVE

Bei der parenteralen Ernährung muss unbeding die vom Hersteller vorgeschriebene Anwendungszeit (Laufgeschwindigkeit) eingehalten werden.
Sie ist als maximale Applikationsrate im Milliliter/Kilogramm Körpergewicht/Stunde (ml/kg KG/h) angegeben.

 

Aminosäuren sollen nie ohne parallele Kohlehydratzufuhr (Glucose)verabreicht werden, da der Organismus seine Energie aus Kohlehydraten gewinnen sollte und Aminosäuren zum Gewebeaufbau verwenden sollte.
Bei Kohlehydratmangel verbrennt der Organismus Aminosäuren zur Energiegewinnung, was zu einer ungünstigen metabolischen Lage führt (Harnstoff etc.). Ausserdem sind Aminosäuren zur Energiegewinnung zu kostbar (teuer).
Bei den modernen Mehrkammerbeuteln ist die Glucose schon Bestandteil der fertigen Infusionslösung.